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Waldzustand

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2016

Der Waldzustand blieb auch im Jahr 2016 weitgehend stabil. Der mittlere Nadel- bzw. Blattverlust erniedrigte sich gegenüber dem Vorjahreswert leicht auf 16,6 Prozent. Entsprechend der Klassifi­zierung des Kronenzustandes in Kombinationsstufen aus Verlichtung und Verfärbung werden 2016 in Sachsen lediglich 16 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt eingestuft, während 40 Prozent schwach geschädigt und 44 Prozent der Bäume sind ohne erkennbare Schäden.

Abbildung: Verlauf der Schadstufenverteilung in Sachsen seit 1991 als Säulendiagramm

Abbildung: Verlauf der Schadstufenverteilung in Sachsen seit 1991 über alle Baumarten und Alter (Quelle: Staatsbetrieb Sachsenforst 2016)

Bei der Fichte erhöhte sich der Anteil deutlich geschädigter Bäume leicht auf 19 Prozent. Bei Fichten über 60 Jahren dominieren dabei die Bäume mit schwachen, bei Fichten unter 60 Jahren die Bäume ohne Schadmerkmale. Die mittlere Kronenverlichtung bzw. der mittlere Nadelverlust lag stabil leicht unter 16 Prozent und damit weiter unter dem langjährigen Mittel.

Bei der Kiefer erniedrigte sich der Anteil deutlich geschädigter Bäume bezogen auf das Vorjahr um 8 auf 8 Pro­zent und liegt deutlich unter dem langjährigen Mittel. Die mittlere Kronenverlichtung beträgt in diesem Jahr 15,0 Prozent und ist damit etwa 1 Prozentpunkt niedriger als das langjährige Mittel.

Die Eiche konnte sich gegenüber der Situation 2015 weiter regenerieren. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 14 auf  nur 15 Prozent. Der mittlere Blattverlust sank gleichzeitig weiter auf 19,6 Prozent; damit wird das beste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen erreicht. Als ungeschädigt wurden 23 Prozent der Bäume eingeschätzt.

Der positive Trend im Kronenzustand der Buche setzt sich in diesem Jahr nicht fort. Im Gegenteil: der Anteil deutlich geschädigter Bäume steigt stark auf 47 Prozent und die mittlere Kronenverlichtung erhöht sich parallel auf 23,9 Prozentpunkte. Grund ist der durch warme Vorsommer angeregte starke Fruchtanhang (42 Prozent starker und 35 Prozent mittle­rer Behang mit Bucheckern).

Abbildung Verlauf der mittleren Kronenverlichtung in Sachsen seit 1991 Abbildung: Verlauf der mittleren Kronenverlichtung in Sachsen seit 1991 über alle Baumarten (Quelle: Staatsbetrieb Sachsenforst 2016)

Die Unterschiede im Kronenzustand der Wuchsregionen sind deutlich erkennbar. Während im  „Westlichen Tiefland“ - mit einem höheren Anteil an Eichen und sonstigen Laubbäumen - mit 17,4 Prozent leicht überdurchschnittliche Nadel- und Blattverluste aufweisen, verbessert sich der Zustandsindikator im „Östlichen Tiefland“ mit 14,5 Prozent auf den besten Regionalwert. Im „Erzgebirge“, der waldreichsten Berglandregion, ist der positive Trend der letzten Jahre mit 16,7 Prozent vorerst gestoppt; im Vogtland erholen sich die Wälder gegenüber 2015 leicht, verfehlen aber den Landesdurchschnitt um 0,3 Prozent.

Die mittlere Kronenverlichtung und der Anteil von Bäumen mit ungünstigem Kronenzustand sind im „Mittelsächsischen Lößhügelland und Erzgebirgsvorland“ und in der Region „Lausi­tzer Hügelland und Becken“ nahezu unverändert.

Das „östliche Bergland“ (Elbsand­stein­­gebirge / Zittauer Gebirge) liegt mit 19,5 Prozent Nadel- und Blattverlust weiterhin über dem Landesdurchschnitt.