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Waldböden

Waldböden als Teil des Waldökosystems

Die oftmals nur wenige Dezimeter bis Zentimeter dicke Bodenschicht ist im Wald der nachhaltige Lieferant für Wasser und Nährstoffe und damit unverzichtbare Basis allen Lebens im Waldökosystem.

Etwa 28 Prozent der Landesfläche Sachsens wird von Waldböden bedeckt. Sie haben eine wichtige Filterfunktion hinsichtlich der aus der Umwelt eingetragenen Schadstoffe.

Waldböden und Umweltbelastung

Verbreitung und Zustand der Waldböden sind einerseits durch Bebauung oder Erosion, andererseits durch eine schleichende chemische Veränderung infolge der Umweltbelastung stark gefährdet.

»Saurer Regen« beispielsweise hat zu einem Verlust an wichtigen Pflanzennährstoffen geführt. Ausgeprägte Bodenversauerung mit negativen Konsequenzen für das Wachstum und die Ernährung der Pflanzen sind die Folgen. Gefahren gehen ebenso von den oftmals überhöhten Stickstoffeinträgen aus. Folglich unterliegen Waldböden großflächigen Veränderungen durch schädliche Umwelteinwirkungen mit Nachteilen für das gesamte Waldökosystem und den Menschen.

Waldböden – Objekt der Vorsorge und Sanierung

Die Beschaffenheit der Waldböden ist von den Forstbehörden im Rahmen von Waldzustandsinventuren zu überwachen (§ 37, SächsWaldG) beziehungsweise im Fall negativer Veränderungen zu ermitteln (§ 9, BBodSchG). Diesem Vorsorgeprinzip dient auch die Bodenzustandserhebung (BZE). Durch Vergleich der Ergebnisse aus der Erstaufnahme von 1992 mit denen der anstehenden Neubeprobung besteht erstmalig die Möglichkeit, Veränderungstendenzen für unsere Waldböden abzuleiten und besonders gefährdete Standorte bzw. Regionen auszuweisen. Damit wird eine verbesserte Grundlage für Maßnahmen zur Vorsorge und Sanierung von Waldstandorten geschaffen.